„Mein Kompass für´s Unplanbare“

Digitale Jugendseelsorgetagung 2021 setzt Schwerpunkt auf individuelle Pläne der Teilnehmer*innen

Aus einer Reihe von expertenbasierten Workspaces der Kategorien „Wissenswertes“, „Nachmachen“, „Selfcare“ und „Optionales“ konnten sie ihr individuelles Tagungsprogramm zusammenstellen. Beispielsweise gab es in der Kategorie „Wissenswertes“ die Themen Glaubenskommunikation oder Verschwörungstheorien und in der Kategorie „Nachmachen“ das Thema Digitale Tools. Zum Einsatz kamen dabei die Methoden der Zukunftswerkstatt, des Storytellings oder eigene Instagram-Formate. Ungewohnte Formate gab es auch in der Kategorie „Selfcare“, bei der die Teilnehmer*innen sich auf eine Kombination aus Spiritualität und Sport oder auf das Prinzip „Playing Arts“ einließen. Das ermöglichte ihnen bildschirmfreie Zeitspannen, um sich sportlich oder kreativ mit sich, der eigenen Arbeit und Spiritualität zu beschäftigen.

Zwischendurch boten digitale Vernetzungsrunden die Möglichkeit, sich untereinander zu aktuellen Themen der kirchlichen Jugendarbeit auszutauschen und gegenseitig zu beraten. Viele Teilnehmer*innen kamen dabei zu der Erkenntnis, dass im digitalen Raum nicht alles oberflächlich bleibt, sondern dass „erstaunlich tiefsinnige Gespräche“ möglich sind.

Das Fazit fiel insgesamt sehr positiv aus: Alle waren angenehm überrascht, dass eine dreitägige Tagung auch digital funktionieren kann. Dies resümiert auch Nadine Maier, Diözesanjugendseelsorgerin BDKJ/BJA: „Die diesjährige Jugendseelsorgetagung hat uns darin bestärkt, dass digitale Formate mehr als ein bloßer Ersatz sind. Die Zusammenstellung von theoretischem Input, praktischem Ausprobieren und Vernetzung hat die Teilnehmer*innen motiviert, diesen Start in ein unplanbares Jahr zu nutzen, um auch in dieser Zeit der Pandemie kirchliche Jugendarbeit zu gestalten.“