Zuversicht und Freude trotz Corona-Hindernisse

Zwei Reverse-Freiwillige aus Uganda starten ihren Dienst

Durch Einreisebeschränkungen der BRD, dem Einstellen des Flugverkehrs und den allgemeinen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronainfektion sowohl in Deutschland als auch in Uganda war die Einreise der beiden Freiwilligen lange Zeit ungewiss. Doch im Dezember 2020 bekamen sie sowohl einen Termin bei der deutschen Botschaft als auch deren positiven Einreisebescheid innerhalb einer Woche. Bis zu ihrer Ausreise Ende März 2021 besuchten sie zwei Präsenz-Vorbereitungsseminare in der Erzdiözese Kampala und lernten Freiwillige, die in den Jahren zuvor in Deutschland waren, kennen.

In den ersten drei Wochen in Deutschland haben die beiden bereits einige kulturelle Unterschiede ausgemacht: „ Hier sind die Corona-Regelungen viel strenger als in Uganda“, erzählt die 21-jährige Angel. Anfangs habe sie manchmal ihre Maske vergessen, doch mittlerweile habe sie sich angewöhnt, immer eine griffbereit zu haben. Ihren Deutsch–Sprachkurs in Tübingen beschreibt sie als „sehr spannend, sehr intensiv und sehr hilfreich“. Hilfe und Unterstützung beim Zurechtkommen im deutschen Alltag erhielten die beiden sowohl von ihrer Gastfamilie als auch der Gast-WG in Tübingen.

Nach einem Ankomm-Monat steht der Umzug in ihre Einsatzorte und Kirchengemeinden bevor. Angel wird in Aalen in einem katholischen Kindergarten arbeiten und der 24-jährige Rogers wird das Team der Astrid-Lindgren-Schule für Geistig- und Körperbehinderte in Neckarsulm unterstützen. Trotz der Aufregung ist er zuversichtlich: „Mich bestärkt das Motto der Weltkirchlichen Friedensdienste: mitbeten, mitleben, mitarbeiten. Ich freue mich auf die Menschen, denen ich in meiner Gastfamilie, in meiner Stadt und in meiner Arbeitsstelle begegnen werde“.

Die noch zu erwartenden Freiwilligen aus Brasilien, Mexiko, Paraguay, Peru, Argentinien und Indien haben bislang keine Einreisegenehmigung erhalten. Sie werden voraussichtlich im August mit einem Jahr Verspätung in ihren Dienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart starten.